FLUKKS+PROFIL
Vor Ort: Theater am Rand
Wo?
Wenn es nicht mehr weitergeht, sind sie angekommen: Unser Theater liegt direkt am Grenzfluss Oder, umgeben von weiten Oderbruchwiesen.
Woran erkennt man euer künstlerisches Profil?
Thomas Rühmann, bekannt aus der TV-Serie „In aller Freundschaft“, entwickelt hier seit fast 30 jähren mit verschiedenen Partnern eine eigene Art erzählendes Theater nach literarischen Vorlagen: „Zwischen Welten“ nach Juli Zeh, „Liebe in Zeiten des Hasses“ nach Florian Illies, „Kabakon“ nach Christian Kracht. Sparsam inszeniert, vertrauend auf die Kraft der Worte und der Musik. Dazu gibt es ausgewählte Gastspiele, Theaterprojekte, Lesungen, viel Musik: Jazz, Swing, Tango, Weltmusik, Singer-Songwriter. Im Sommer Liederlauschen-Festival, Internationales Akkordeonfestival, ein Wochenende mit Studierenden der Berliner Hochschule für Schauspielkunst Ernst Busch.
Was macht eure Arbeit dabei besonders oder anders?
Die Natur spielt mit: Die geöffnete Bühnenrückwand öffnet den Blick auf endlose Wiesen, auf den weiten Himmel, auf magische Sonnenuntergänge. Am Horizont weiden Ziegen, Störche und Kraniche fliegen vorbei, Schwalben erkunden den Zuschauerraum, und manchmal läuft eine Katze über die Bühne. Tickets gibt es keine. Seit 30 Jahren gilt: Eintritt bei Austritt nach eigenem Ermessen. Die Zuschauer zahlen, was ihnen das Kunsterlebnis wert ist.
Stadt oder Land?
Ländlicher geht’s nicht: Wenn es nicht mehr weitergeht, sind sie angekommen.
Was treibt euch im Netzwerk an?
Viele kleine Akteure brauchen eine gemeinsame Stimme, einen Ort für Austausch und gegenseitige Anregung.
Was bringt ihr konkret ins Netzwerk ein und was ist für euch der größte Mehrwert daraus?
Wir bringen fast 30 Jahre Erfahrung als freies Theater mit professionellem Anspruch ein. Der größte Wert für uns sind die vielen Kontakte und die Impulse, die wir von den Mitstreitern bekommen. Wichtig ist auch die Unterstützung bei der Kommunikation mit der Politik.




