Schaubude Berlin
Berlin
FLUKKS+PROFIL
Vor Ort: Schaubude Berlin
Wo?
Berlin
Woran erkennt man euer künstlerisches Profil?
Unser künstlerisches Profil ist konsequent auf Figuren und Objekte als Hauptdarsteller*innen ausgerichtet. Gastspiele, Festivals, Ko- und Eigenproduktionen machen die Welt aus Sicht der Dinge erfahrbar. Gleichzeitig verstehen wir unser Haus als Ort des Austauschs, an dem sowohl Nachwuchs als auch etablierte freie Theatermacher*innen arbeiten und sich vernetzen können.
Was macht eure Arbeit dabei besonders oder anders?
Wir denken Figuren- und Objekttheater interdisziplinär, überschreiten Genregrenzen und öffnen uns für Einflüsse aus anderen Kunstformen sowie für digitale Entwicklungen und Inklusion. Mit vielfältigen Kooperationen, Eigenproduktionen, Festivals und Nachwuchsförderprogrammen schaffen wir nachhaltige Strukturen für künstlerische Produktion und Austausch und stärken die freie Szene. Unsere Angebote richten sich bewusst an unterschiedliche Altersgruppen. Wir laden ein breites Publikum dazu ein, zeitgenössische Formen zu entdecken und aktiv mitzuerleben. Ein besonderer Fokus liegt zudem auf unserem internationalen Festival „Theater der Dinge“, bei dem wir jährlich aktuelle Entwicklungen des Genres zu wechselnden Themenschwerpunkten bündeln und sichtbar machen.
Stadt oder Land?
Berlin
Was treibt euch im Netzwerk an?
Künstlerische Forschung ist für unsere Arbeit ein zentraler Gegenstand und durchzieht alle Bereiche unseres Theaters: Die Produktionen, die bei uns zu sehen sind, unsere Residenz- und Rechercheformate, die theaterpädagogische Arbeit, in der wir mit jungen Menschen ästhetisch experimentieren. Räume, in denen Künstler*innen auch unabhängig von konkreten Inszenierungsvorhaben, inhaltliche und formale Fragestellungen untersuchen können, erscheinen uns für die Weiterentwicklung der darstellenden Künste und die individuelle berufliche Laufbahn unabdingbar. Uns erscheint ein Netzwerk, dessen Kern darauf zielt, gerade in einer Zeit unabdingbar, in der es durch die politischen und wirtschaftlichen Parameter immer schwieriger wird, diese Räume offen zu halten.
Was bringt ihr konkret ins Netzwerk ein und was ist für euch der größte Mehrwert daraus?
FLUKKS+ ist für uns ein Austauschraum, in dem wir uns mit Kolleg*innen austauschen können, die ganz unterschiedliche Arbeits- und Produktionsrealitäten haben, sich aber alle für einen forschenden Theaterbegriff einsetzen. Gleichzeitig wäre es ohne das Netzwerk in den vergangenen Jahren nicht möglich gewesen, Forschungsresidenzen in unserem Haus anzubieten. Wir machen die Perspektive des Figuren- und Objekttheaters stark, bringen unsere Erfahrungen mit jungem Publikum ein, mit kulturpolitischen Prozessen und mit Forschungsformaten ein und freuen uns, wenn wir dabei mithelfen können, dass es ein lebendiger Organismus ist.




